
- Im Mittelpunkt dieser Einheit steht die Entwicklung von Denkansätzen, die für die Bewältigung komplexer Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit unerlässlich sind. Die Lernenden setzen sich mit Design Thinking, Systemdenken, Kreislaufwirtschaft und Zukunftsdenken als Werkzeuge zur Entwicklung innovativer und regenerativer Lösungen auseinander.
- Die Lernenden befassen sich mit nachhaltigen Geschäftsmodellen, Ressourcenverbrauch, Biodiversität und der Rolle nachhaltiger Gemeinschaften in einer grünen Wirtschaft.
Lernziele
Wissen
- Vertiefte Kenntnisse der Grundprinzipien von Design Thinking, Systemdenken, Kreislaufwirtschaft und Zukunftskompetenz sowie deren Anwendung auf Nachhaltigkeitstransformationen.
- Vertiefte Kenntnisse der 10Rs (Refuse, Rethink, Reduce, Reuse, Repair, Refurbish, Remanufacture, Repurpose, Recycle, Recover) in Kreislaufwirtschaft
- Vertiefte Kenntnisse über den Übergang von papierbasierten Prozessen zu digitalen, nachhaltigen Alternativen
- Vertiefte Kenntnisse der ethischen, sozialen und ökologischen Überlegungen, die der Nutzung von Zukunftsszenarien und kreislauforientiertem Design in komplexen Systemen zugrunde liegen
- Vertiefte Kenntnisse über digitale Werkzeuge und Methoden, die die kollaborative Problemlösung bei Nachhaltigkeitsherausforderungen unterstützen
Fähigkeiten
- Anwendung des Design Thinking zur gemeinsamen Entwicklung von Lösungen für reale Nachhaltigkeitsprobleme
- Analyse der Wertschöpfungsketten mithilfe von Werkzeugen des Systemdenkens
- Entwicklung von Strategien im Einklang mit den 10Rs, um Abfall zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft zu verbessern
- Entwicklung von Prototypen für Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft mithilfe iterativer, nutzerzentrierter Ansätze
- Nutzung kollaborativer digitaler Plattformen zur Erleichterung von Co-Design-Prozessen in verteilten Teams
- Bewertung der Zusammenhänge zwischen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Systemen bei Erarbeitung von nachhaltigen Innovationen
Selbstständigkeit und Verantwortung
- Kreatives und kritisches Denken im Umgang mit unsicheren Nachhaltigkeitskontexten unter Beweis stellen
- Umsetzung zukunftsorientierter, nachhaltiger Ideen in bestimmten Bereichen leiten
- Moeration für innovatives Denken in auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Teams oder Projekten fungieren
- Leitung interdisziplinärer Teams, um gemeinsam langfristige, nachhaltige Lösungen zu entwickeln und zu bewerten
- Verantwortung für die Verankerung systemischen Denkens in Initiativen zum organisatorischen Wandel übernehmen
- Fundierte Entscheidungen unter Unsicherheit eigenständig und unter Einsatz von Vorausschau-Instrumenten und spekulativem Design treffen
Fachbegriffe erklärt

Systemdenken: Das Erkennen miteinander verbundener Systeme und die Anwendung ganzheitlicher Perspektiven, um bessere Entscheidungen zu treffen.
Design Thinking: Ein menschenzentrierter, iterativer Ansatz zur Problemlösung, der sich auf Empathie, Ideenfindung, Prototypenentwicklung und Tests konzentriert.
Zukunftskompetenz: Die Fähigkeit, verschiedene Zukunftsszenarien zu antizipieren und zu nutzen, um aktuelle Entscheidungen zu lenken.
Kreislaufwirtschaft: Ein Produktions- und Konsummodell, das Wiederverwendung, Reparatur, Recycling und die Verlängerung von Produktlebenszyklen in den Vordergrund stellt.
Die 10 „R“ der Kreislaufwirtschaft: Verweigern, Reduzieren, Wiederverwenden, Reparieren, Aufarbeiten, Wiederaufbereiten, Umnutzen, Recyceln, Verwerten, Regenerieren.
Nachhaltige Lebensmittelsysteme: Lebensmittelsysteme, die darauf ausgelegt sind, ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Einklang zu bringen.
Dematerialisierung: Übergang von papierbasierten Prozessen zu digitalen Formen, um den Ressourcenverbrauch zu senken und die Nachhaltigkeit zu fördern.
Rückkopplungsschleifen: Zyklische Ursache-Wirkungs-Beziehungen innerhalb von Systemen, die die Ergebnisse beeinflussen.
Hebelpunkte: Strategische Bereiche in einem System, in denen kleine Veränderungen erhebliche Auswirkungen haben können.
Vertrackte Probleme: Komplexe Herausforderungen ohne klare Lösung aufgrund miteinander verflochtener sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Faktoren.